Der Marketing-Blindspot

Marketer arbeiten täglich an ehrgeizigen Zielen wie Reichweite, Engagement und Sales. Um diese Ergebnisse zu erzielen, nutzen sie ein breites Spektrum an Mitteln: Paid-Kampagnen, neue Social-Media-Kanäle, Marketing-Automatisierung und KI-Tools. Während ständig nach Innovationen gesucht wird, bleibt eine effektive und direkt verfügbare Ressource oft ungenutzt: die eigenen Mitarbeiter. Dies ist der Blindspot vieler Marketingabteilungen.

Immer der Blick nach außen, selten nach innen Der Fokus moderner Marketer ist logischerweise nach außen gerichtet. Man folgt Trends, besucht Konferenzen und testet die neuesten Plattformen, um der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Gerade durch diese starke externe Orientierung werden interne Ressourcen, die kein zusätzliches Budget erfordern, oft übersehen. Die Menschen, die täglich für das Unternehmen arbeiten, bilden einen skalierbaren Kanal, der bereits vorhanden ist, aber selten strategisch eingesetzt wird.

Warum Mitarbeiter oft vergessen werden Es gibt verschiedene Gründe, warum Mitarbeiter nicht standardmäßig Teil der Marketingstrategie sind. Oft denkt das Marketing primär in Kanälen statt in Menschen. Zudem besteht manchmal die Sorge vor Kontrollverlust über die Botschaft oder die Annahme, dass Mitarbeiter zu beschäftigt sind. Daher wird Employee Advocacy oft als langfristiges Projekt zurückgestellt, obwohl es einer der schnellsten Wege ist, die Wirkung von Inhalten zu steigern.

Der Effekt aktiver Beteiligung Wenn man Mitarbeiter dabei unterstützt, die Geschichte des Unternehmens zu teilen, entstehen sofort Ergebnisse. Dies funktioniert am besten, wenn sie verstehen, warum ihre Hilfe gefragt ist und wenn das Teilen wenig Zeit in Anspruch nimmt. Durch das Angebot von fertigen Inhalten und Unterstützung bei der Optimierung von LinkedIn-Profilen wachsen die organische Reichweite und die Glaubwürdigkeit. Zudem stärkt es den internen Stolz im Unternehmen.

Menschen folgen Menschen, keinen Logos In einer Landschaft, in der die organische Reichweite von Unternehmensseiten sinkt und die Werbekosten steigen, bleibt ein Prinzip unverändert: Menschen vertrauen anderen Menschen eher als einem Markenlogo. Ein Beitrag eines Mitarbeiters wird häufiger gesehen und als persönlicher wahrgenommen. Employee Advocacy ist daher kein Ersatz für den bestehenden Marketing-Mix, sondern eine wesentliche Verstärkung.

Vom Blindspot zum strategischen Vorteil Die Ironie ist, dass die Authentizität und Reichweite, die Marketer suchen, oft schon zum Greifen nah sind. Es erfordert kein neues Tool oder einen zusätzlichen Kanal, sondern eine strukturelle Einbindung der eigenen Organisation. Wer Mitarbeiter in die Distribution von Inhalten einbezieht, holt mehr aus bestehenden Bemühungen heraus und baut von innen heraus eine stärkere Marke auf.

Möchten Sie mehr erfahren und sind Sie neugierig auf weitere Zahlen und Beispiele? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.