Employee Advocacy für Recruiting bedeutet, dass Mitarbeitende ihre eigenen sozialen Netzwerke nutzen, um Stellenangebote und Arbeitgebergeschichten zu teilen. Dieser Prozess erhöht die Reichweite deiner Organisation und schafft Vertrauen bei potenziellen Kandidaten. Es ist eine praktische Methode, um Talente zu gewinnen, ohne ausschließlich von bezahlten Kampagnen abhängig zu sein.
Employee Advocacy funktioniert, weil deine eigenen Mitarbeitenden auf Plattformen wie LinkedIn als Botschafter auftreten. Sie teilen authentische Geschichten und offene Stellen mit ihrem Netzwerk, was direkt zu einer stärkeren Arbeitgebermarke beiträgt. Da Beiträge von Mitarbeitenden als vertrauenswürdiger wahrgenommen werden als Unternehmensbeiträge, ziehst du leichter qualifizierte Kandidaten an. Das Ergebnis ist ein größerer Talentpool und ein effizienterer Recruiting-Prozess.
In diesem Artikel
Erklärung des Fokus auf Employer Branding
Wie du den Kandidatenpool über die Netzwerke deiner Mitarbeitenden vergrößerst
Einblicke aus Praxisbeispielen wie der Gemeinde Utrecht und Rabobank
Daten und faktische Untermauerung
Employer Branding dreht sich um den Ruf deiner Organisation als Arbeitgeber. Wenn Mitarbeitende aktiv ihre Arbeitserfahrungen teilen, bekommt dieser Ruf ein menschliches und authentisches Gesicht. Potenzielle Kandidaten legen großen Wert auf die Meinung der Menschen, die bereits bei dir arbeiten. Diese Transparenz hilft dabei, ein klares Bild der Unternehmenskultur zu zeichnen. Dadurch ziehst du Bewerber an, die besser zu den Normen und Werten deiner Organisation passen.
Das Netzwerk eines einzelnen Mitarbeitenden umfasst oft Fachkollegen und andere Professionals mit relevanten Fähigkeiten. Indem du Mitarbeitende dazu ermutigst, Stellenangebote zu teilen, erschließt du Netzwerke, die für die Organisation sonst unsichtbar bleiben würden. Das ist effektiv, weil passive Kandidaten eher auf eine Nachricht von jemandem reagieren, den sie kennen, als auf eine kalte Ansprache durch einen Recruiter.
Außerdem sorgt das Teilen von Inhalten über persönliche Profile für einen Schneeballeffekt. Der Algorithmus vieler sozialer Plattformen belohnt persönliche Interaktion, wodurch die Sichtbarkeit deiner Stellenangebote organisch zunimmt. Das führt zu einem kontinuierlichen Strom an Sichtbarkeit für deine Arbeitgebermarke.
Ein gut durchdachtes Programm hilft Organisationen dabei, Struktur in das Teilen von Inhalten zu bringen. Bei der Gemeinde Utrecht wurde beispielsweise ein spezielles Programm eingerichtet, bei dem Social-Media-Vorreiter als erste Botschafter gewonnen werden. Das sorgt für mehr Engagement und hilft der öffentlichen Verwaltung, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.
Auch die Rabobank setzt erfolgreich auf die Netzwerke der eigenen Mitarbeitenden. Indem sie Mitarbeitende mit leicht teilbaren Inhalten unterstützt, vergrößern sie die Reichweite ihrer Arbeitgebermarke strukturell. Dieser Ansatz zeigt, dass sowohl Unternehmen als auch öffentliche Einrichtungen von einem strukturierten Einsatz von Botschaftern profitieren.
Die Zahlen belegen die Wirksamkeit dieser Methode. Rund neunundsiebzig Prozent der Arbeitssuchenden nutzen soziale Medien bei ihrer Jobsuche und achten dabei insbesondere auf Unternehmensseiten und Erfahrungen von Mitarbeitenden. Außerdem geben zweiundneunzig Prozent der Fachkräfte an, Empfehlungen von Mitarbeitenden mehr zu vertrauen als traditionellen Anzeigen.
Von Mitarbeitenden geteilte Inhalte erzeugen zudem bis zu achtmal mehr Engagement als Beiträge von einem Unternehmensaccount. Außerdem zeigt sich, dass Unternehmen mit einem aktiven Mitarbeiterprogramm schneller wachsen und erfolgreicher darin sind, qualifizierte Talente zu gewinnen. Diese Fakten zeigen, dass der Einsatz der eigenen Mitarbeitenden ein logischer und rentabler Schritt innerhalb einer modernen Recruiting-Strategie ist.